Auftaktveranstaltung zum Elektromobilitätskonzept

Startschuss Elektromobilitätskonzept - Viele Partizipationsmöglichkeiten möglich - Chancen für ÖPNV

Am 24.10.2016 fiel im Landratsamt Bayreuth der öffentliche Startschuss für die Erstellung eines Elektromobilitätskonzepts. Ziel war es, alle möglichen Beteiligten frühzeitig zu informieren und zur Mitgestaltung einzuladen. Elektromobilität bietet großes Potenzial, um im ländlichen Raum den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren und den Individualverkehr umweltverträglicher zu gestalten. Der Einladung waren zahlreiche Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Energieversorgern, Verkehrsunternehmen und Nicht-Regierungs-Organisationen gefolgt.

Michael SchramekMichael Schramek, Geschäftsführer der Ecolibro GmbH, die mit der Konzepterstellung beauftragt wurde, skizzierte ein futuristisches Bild von einer Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum. Darin wird die Mobilität über selbstfahrende elektrisch betriebene Kleinstauto und Minibusse sichergestellt. Diese Fahrzeuge können nach Bedarf kurzfristig angefordert werden und fahren dann selbstständig zum Kunden. Abgerechnet würden die Fahrten dann wie bisher im ÖNPV über Einzeltickets oder Zeitkarten.

 

 

Landrat Hermann HübnerOb die Zukunft so aussehen wird, kann diskutiert werden, Fest steht jedoch, wie Landrat Hermann Hübner hervorhob, dass sich die Mobilität zukünftig gründlich wandeln werde: „Unser Denken und unser Handeln werden sich ändern müssen!“ Daher stelle der Landkreis mit dem Elektromobilitätskonzept frühzeitig die Weichen, um die Entwicklung aktiv mitgestalten und positiv beeinflussen zu können. Ziel des Konzeptes ist es, zunächst die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse und Verkehrsströme in der Region zu analysieren und hierfür elektromobile Alternativen zu entwickeln. Dies soll dann in einen konkreten Beschaffungsplan für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur münden. Erste Teilergebnisse des Konzeptes liegen bereits vor. So wurden Dienstfahrten und Arbeitswege der Mitarbeiter des Landratsamtes Bayreuth analysiert. Dabei zeigte sich, dass für nahezu alle Dienstfahrten auch marktübliche Elektroautos oder –fahrräder eingesetzt werden könnten.

Die Potenziale für den Einsatz von Elektrobussen im öffentlichen Personennahverkehr erläuterte Marcel Corneille von der EMCEL GmbH, die diesen Teilaspekt des Konzeptes bearbeitet.

„Entscheidend für den Erfolg ist, dass wir die Konzepterstellung transparent gestalten und Partizipationsmöglichkeiten eröffnen“, betonte Detlev Schmidt, der Leiter der Regionalen Entwicklungsagentur des Landkreises. Daher werden in den nächsten Monaten Workshops für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. Der erste Workshop findet am 24.11.2016 statt und richtet sich an Unternehmen und Kommunen, die ihren Fuhrpark ganz oder teilweise auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umstellen wollen. Danach sind weitere Workshops für Tourismusorganisationen, Einzelhandel, interessierte Bürger, Handwerk und Wirtschaft sowie für ÖPNV-Unternehmen vorgesehen, die in Kürze terminiert werden.

Die Federführung hat dabei die Regionale Entwicklungsagentur des Landkreises Bayreuth, in welcher auch das Klimaschutzmanagement angesiedelt ist. Der Verkehrssektor ist im Landkreis Bayreuth mit einem Anteil von nahezu 50 Prozent der größte Emittent von klimaschädlichen Gasen. Die Elektromobilität bietet hier große Reduzierungspotenziale, sofern zum Laden der Fahrzeugbatterien Ökostrom verwendet wird.

 

Weitere Informationen
Max Frankenberger, Tel. 0921-728-345, E-Mail: max.frankenberger@lra-bt.bayern.de

Die Vorträge der Referenten
Die Potenziale für den Einsatz von Elektrobussen im öffentlichen Personennahverkehr

Die Vorträge der EcoLibro GmbH erhalten Sie auf Anfrage unter michael.schramek@ecolibro.de 

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