Schul- und Turnhallensanierung Mistelgau
Zukunftsfähige Bildungs‑ und Sportinfrastruktur mit nahezu CO₂‑neutralem Betrieb
Standort: Gemeinde Mistelgau, Landkreis Bayreuth
Projektstart: 2019
Themenfeld: Energieeffizienz und klimafreundliche Gebäude
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Kurzbeschreibung des Projekts
Die Gemeinde Mistelgau hat ein umfassendes Sanierungs‑ und Modernisierungsprojekt für ihre Bildungs‑ und Sporteinrichtungen erfolgreich abgeschlossen. Nach umfangreichen Investitionen in die Kindertagesstätten „Pusteblume“ und „Schatzinsel“ wurden auch die Grundschule Mistelgau‑Glashütten sowie die Schulturnhalle mit Nebengebäuden energetisch, technisch und funktional vollständig erneuert.
Ziel des Projekts war es, moderne Lern‑ und Sportbedingungen zu schaffen, gesetzliche Anforderungen frühzeitig zu erfüllen und die kommunalen Gebäude langfristig nachhaltig und wirtschaftlich zu betreiben. Der Schulbetrieb konnte während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden. Mit der Fertigstellung verfügt die Gemeinde nun über zeitgemäße, barrierearme und klimaschonend versorgte Bildungs‑ und Sportstätten.
Bilder
Zentrale Maßnahmen und Elemente des Projekts
- Energetische, akustische und brandschutztechnische Sanierung der Grundschule
- Komplettsanierung der Schulturnhalle inklusive Nebengebäuden
- Neubau eines Heizhauses mit Hackschnitzelkessel (200 kW)
- Ersatz von Nachtspeicheröfen durch erneuerbare Wärmeversorgung
- Versorgung von Schule, Turnhalle und Kindergärten über ein gemeinsames Heizsystem
- Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Turnhallendach
- Erneuerung von Dach, Fassade, Fenstern und Lüftung der Turnhalle
- Einbau eines neuen gedämmten Sportbodens mit Fußbodenheizung
- Neubau von zwei zusätzlichen Klassenzimmern
- Grundlegende Dachsanierung über den Klassenzimmern 5 und 6
- Brandschutzmaßnahmen (Fluchtwegbalkon, Fluchttreppe, harte Bedachung)
- Neugestaltung der Außenanlagen mit Parkplätzen, Busbuchten und Fußwegen
- Errichtung einer E‑Ladesäule am Schulgelände
Positive Wirkung auf Klimaschutz oder Klimaanpassung
Das Projekt leistet einen erheblichen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz. Durch den Einsatz einer Hackschnitzelheizung und einer Photovoltaikanlage wird der gesamte Standort heute nahezu CO₂‑neutral betrieben. Fossile Energieträger konnten weitgehend ersetzt werden, der frühere Ölbrenner dient lediglich als Notreserve.
Die klimaschutzrelevanten Effekte umfassen insbesondere:
- deutliche Reduzierung der CO₂‑Emissionen durch erneuerbare Wärme‑ und Stromerzeugung,
- langfristige Senkung des Energieverbrauchs durch zeitgemäße Dämm‑ und Gebäudetechnik,
- Vorbildwirkung für nachhaltiges Bauen im ländlichen Raum,
- Stärkung regionaler Wertschöpfung durch lokale Bau‑ und Handwerksleistungen.
Zugleich verbessern die Maßnahmen die Anpassungsfähigkeit der Gebäude an zukünftige klimatische Anforderungen, etwa durch bessere Dämmung, moderne Lüftungssysteme und langlebige Bauweisen.
Erfolgsfaktoren
- Ganzheitlicher Sanierungsansatz für Schule, Turnhalle und Energieversorgung
- Kombination aus Klimaschutz, Funktionalität und pädagogischer Qualität
- Nutzung erneuerbarer Energien mit hohem Autarkiegrad
- Aufrechterhaltung des Schulbetriebs trotz laufender Bauarbeiten
- Flexible Bauabläufe während Corona‑Schulschließungen
- Enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Architekt, Fördergebern und Bauunternehmen
- Frühzeitige Erfüllung gesetzlicher Vorgaben für kommende Jahre
Fördermittel / Finanzierung
Das Projekt wurde überwiegend über das Kommunale Investitionsprogramm Schule (KIP‑S) finanziert. Ergänzend kamen weitere kompatible Förderprogramme zum Einsatz, unter anderem Zuweisungen nach BayFAG.
Die Kombination verschiedener Förderinstrumente ermöglichte eine umfassende Sanierung auf hohem energetischem und baulichem Niveau bei gleichzeitig wirtschaftlicher Umsetzung für die Gemeinde.
Ansprechpartner / Projektverantwortung
Gemeinde Mistelgau
1. Bürgermeister Karl Lappe
Projektarchitekt: Berthold Hofmann
Projekt‑Nr.: 3-03