5. Klimaschutzsymposium 2021

Das Bayreuther Klimaschutzsymposium findet in diesem Jahr am 27. und 28. Oktober als zweitägige Online-Konferenz statt. Schwerpunkte sind die geplanten Maßnahmen des Landkreises Bayreuth zur Anpassung an die Folgen der Erderwärmung und die Vorstellung entsprechender Best-Practice-Projekte.

Hier finden Sie das vollständige Programm zum Symposium.

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Was tun gegen Dürre, Hochwasser und Sturzfluten?
Seit Anfang 2021 erarbeiten die KlimaKom geG und der ThINK GmbH für den Landkreis ein Konzept zur Anpassung an die Folgen der Erderwärmung.  Über Workshops wurden weitere Expert*innen und interessierte Privatpersonen in den Prozess eingebunden.

Die Ergebnisse werden am ersten Tag (27.10.2021) des Online-Symposiums präsentiert. Darüber hinaus werden an beiden Tagen Klimaanpassungsmaßnahmen auch aus anderen Regionen und verschiedenen Handlungsfeldern vorgestellt, z.B. aus der Landwirtschaft, dem Gesundheitsbereich oder der Katastrophenvorsorge. 

Als Präsenzveranstaltung findet im Rahmenprogramm des Symposium am 27.10.21 um 19.30 Uhr ein Filmgespräch im Cineplex Bayreuth statt mit Vorführung des Dokumentarfilms NOW! und Diskussion mit Fridays for Future Aktivist*innen und Vertreter*innen der Klimaschutzmanagements von Stadt und Landkreis Bayreuth.

Die Teilnahme am Online-Symposium ist kostenlos.

Tickets für die Filmvorführung "NOW" im Rahmenprogramm am 27.10.2021 um 19:30 Uhr erhalten Sie zu Kino-üblichen Preisen direkt beim Cineplex Bayreuth.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Regionalen Entwicklungsagentur des Landkreises Bayreuth in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Bayreuth und dem Evangelischen Bildungswerk Oberfranken-Mitte.

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen (in Kürze - aktuell in Bearbeitung):

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Ergebnisse der Klimadatenauswertung für den Landkreis Bayreuth

Herr Jakob Maercker gibt eine Zusammenfassung über die Ergebnisse der Klimadatenauswertung für den Landkreis Bayreuth. Diese Auswertungen wurden im Rahmen der Klimaanpassungstrategie des Landkreises Bayreuth erstellt.

Zur Person:

Jakob Maercker ist Geograph und langjähriger Mitarbeiter beim Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) in Jena. Er zeichnet für die Auswertung von Klimamess- und -modelldaten in den meisten Klimaanpassungsprojekten verantwortlich. Darüber hinaus liegen seine Schwerpunkte in der Mikro-, Stadt- und Regionalklimatologie, der Drohnen-Fernerkundung sowie der Vermittlung von Klimathemen im Rahmen von Schüler- und Erwachsenenbildung.

Auswirkungen der anthropogen verursachten Erderwärmung auf den Landkreis Bayreuth

Dr. Uwe Kurmutz vom Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, stellt die Auswirkungen der anthropogen verursachten Erderwärmung auf den Landkreis Bayreuth vor. Diese Untersuchung ist Teil der neu erarbeiteten Klimaanpassungsstrategie des Landkreises Bayreuth.

Zur Person:

Dr. Uwe Kurmutz ist Geograph und arbeitet seit mehr als zehn Jahren im Bereich der Klimafolgenanpassung beim Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und
Klimaschutz (ThINK), dessen Mitgründer er auch ist. Er berät Kommunen, Landkreise und Bundesländer bei der Anpassung an die Folgen der Klimaerwärmung, z. B. mittels Klimawirkungsanalysen, Strategieentwicklung, Maßnahmenerarbeitung sowie der Betreuung im Rahmen des European Climate Adaptation Awards (ECA).

Mit "kühlen Kopf" die Klimaanpassung angehen: Vorstellung der Schlüsselprojekte zur Klimaanpassung im Landkreis Bayreuth

Sabine Hafner und Janis Schiffner stellen die in fünf Workshops mit regionalen Akteur*innen erarbeiteten Schlüsselmaßnahmen in den Themenfeldern „Tourismus“, „Wasserhaushalt und -wirtschaft“, „Land- und Forstwirtschaft“, „Verkehr, Infrastruktur und Gewerbe“ sowie „Menschliche Gesundheit und Bevölkerungsschutz“zur Klimaanapssung vor. Sie reichen von einer Informations- und Bewußtseinskampagne, der Katastrophenvorsorge, des klimagerechten Waldumbaus, des Boden- und Gewaässerschutzes über eine zukunftsfähige Landnutzung und Konzepten der Schwammstadt bis hin zum Umgang mit Hitzebelastungen in sozialen Einrichtungen und dem ÖPNV sowie im Tourismus.

Zu den Personen:

Dr. Sabine Hafner ist Diplom-Geographin und Vorständin der KlimaKom gemeinnützige Genossenschaft für nachhaltige Entwicklung mit Sitz in Hummeltal. Sie berät Kommunen in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und Resilienz uns setzt sich für eine sozial-ökologische Transformation auf lokaler und regionaler Ebene ein. Sie erarbeitet strategische Entwicklungskonzepte, führt Klausurtagungen für politische Entscheidungsträger*innen in Kommunen durch und ist in der Erwachsenenbildung tätig.

Janis Schiffner ist Humangeograph des Masterstudiengangs Stadt- und Regionalforschung der Universität Bayreuth. Nach einer Schwerpunktsetzung auf globale Fragen im Bachelor „Geographische Entwicklungsforschung Afrikas“, hat er sich im Master der regionalen Entwicklung mit Schwerpunkten der lokalen Nachhaltigkeit, Resilienz und Transformation zugewendet. Das Themenfeld der nachhaltigen Entwicklung verfolgt er nicht nur seit 2016 im Rahmen der Arbeit bei KlimaKom, sondern auch ehrenamtlich im privaten und zivilgesellschaftlichem Bayreuther Umfeld seit mehreren Jahren (z.B. Aufbau Transition Haus Bayreuth).

Zentrum Klimaanpassung des Bundesumweltministeriums - Beratungs- und Informationsangebote für Kommunen und Vorstellung von Best-Practice-Beispielen

In ihrem Vortrag stellt Andrea Fischer-Hotzel Unterstützungsmöglichkeiten für Kommunen im Bereich Klimaanpassung vor. Diese umfassen die Angebote des Zentrums KlimaAnpassung und weiterer Institutionen, kommunale Praxisbeispiele, Tools und Arbeitshilfen sowie Förderprogramme.

Zur Person:

Dr. Andrea Fischer-Hotzel ist Co-Projektleitung des Zentrums KlimaAnpassung. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) tätig und beschäftigt sich dort mit Klimaschutz und Klimaanpassung für und in Kommunen.

Wassersensible Siedlungsentwicklung - Der richtige Umgang mit Regenwasser

Mehr Hitzetage, längere Trockenperioden und vermehrt Starkregenereignisse. – Unsere Siedlungen müssen sich auf ein sich änderndes Klima einstellen. Mit einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Regenwassermanagement können unsere Siedlungen auch in Zukunft ein lebenswertes und gesundes Umfeld bieten. Der Vortrag zeigt auf, mit welchen Mitteln dies gelingen kann.

Zur Person:

Eva Schnippering arbeitet seit vielen Jahren in der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung und ist seit 2018 am Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Referat „Schutz der oberirdischen Gewässer, Abwasserentsorgung” tätig. Neben diversen anderen Aufgaben fällt auch die Wassersensible Siedlungsentwicklung in ihren Tätigkeitsbereich und die Sensibilisierung der Kommunen, Planer und sonstigen Betroffenen für dieses wichtige Thema.

Präsenzveranstaltung: Filmvorführung des Dokumentarfilms "Now!"

Im Rahmen des 5. Bayreuther Klimaschutzsymposiums zeigen das Klimaschutzmanagement der Stadt und des Landkreises Bayreuth in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberfranken-Mitte am 27. Oktober um 19.30 Uhr im Cineplex Bayreuth den Dokumentarfilm „Now“.

Im Anschluss folgt ein Filmgespräch mit AktivistInnen der Bayreuther Fridays for Future Bewegung und Gesa Thomas (Dipl. Geoökologin).

Mehr Infos zum Film und die Ticketbuchung gibt es hier.

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Donnerstag, 28. Oktober 2021

Wie wirkt sich der Klimawandel bereits jetzt auf die Landwirtschaft aus? Wie kann erfolgreiche Klimaanpassung aussehen? Praxisbeispiele und Empfehlungen aus dem Projekt boden:staendig

Beim boden:ständig-Projekt engagieren sich Menschen, die vor Ort selber konkret an der Lösung eines Problems arbeiten wie z.B. lokale Überschwemmungen nach Starkregen, Erosion, Nährstoffeinträge in Seen oder Wassermangel durch extreme Trockenperioden. Wie erfolgreiche Klimaanpassung aussehen kann und was der Klimawandel bereits in der Landwirtschaft bewirkt, zeigt Herr Reinhard Wesinger.

Aktuelles zum HIOS Projekt: Oberflächenabfluss und Sturzfluten - Detaillierte kleinräumige Modellierung und bayernweite Hinweiskarte

Das Ziel, des HiOS Projektes (Hinweiskarte Oberflächenabfluss & Sturzflut) war die Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens zur Evaluierung und Klassifizierung der Gefährdung der bayerischen Kommunen durch Oberflächenabfluss und Sturzfluten. Dabei wurden oberflächenabfluss- und sturzflutbegünstigende bzw. -auslösende Faktoren abgefragt, verknüpft und bewertet. Die erstellte Hinweiskarte gibt erste Hinweise auf mögliche Gefährdungen und unterstützt weitere Detailuntersuchungen durch die Darstellung von einzelnen Einflussfaktoren wie z.B. Gefälle oder Landnutzung.

Zu den Personen:

Die Forschungsinteressen von Prof. Disse (*1963, studierte Bauingenieurwesen in Hannover und Karlsruhe), Leiter des Lehrstuhls Hydrologie und Flussgebietsmanagement an der Technischen Universität München,  umfassen die Analyse hydrologischer Daten und Prozesse sowie die Entwicklung von angewandten hydrologischen Modellen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen in Bayern, Deutschland und weltweit. Die Hydrologie und Wasserwirtschaft sind durch den Globalen Wandel dynamischen Veränderungen unterworfen. Daher liegen die Forschungsschwerpunkte von Prof. Disse in der Vorhersage und dem Management von hydrologischen Extremen (Überschwemmungen und Dürren), im Integrierten Wasserressourcenmanagement sowie in der Hydrologischen Digitalisierung (Big Data, Künstliche Intelligenz).

Karl Broich studierte Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen und der TU München. Er promoviert an der Universität der Bundeswehr, Lehrstuhl für Hydrodynamik und Hydrologie (Leitung: Prof. Bechteler) zum Thema Dammbruch und arbeitete anschließend selbstständig im Bereich Hochwasserschutz, Wasserbau und Consulting. Ab 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Hydrologie und Flussgebietsmanagement (Leitung: Prof. Disse) der Technischen Universität München mit Schwerpunkt in Forschungs- und Lehrtätigkeit auf der Hydromechanik, insbesondere in Zusammenhang mit Starkregen und Abflussbildung.

Johannes Mitterer studierte Geographie und Umweltingenieurwesen in München und promoviert als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Hydrologie und Flussgebietsmanagement (Leitung: Prof. Disse) der Technischen Universität München. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit sind die Charakteristika von Starkregen und Abflussbildung sowie deren hydrologische Simulation in kleinen bis mittleren Einzugsgebieten.

Kommunales Starkregenmanagement in der Praxis. Vorstellung und der Webseite reginastark.starkregengefahr.de und von Beispielen in den Handlungsfeldern

Wie kann kommunales Starkregenrisikomanagement gelingen? Dabei hilft die Website reginastark.starkregengefahr.de, die Herr Markus Moser vom Regierungspräsidium Stuttgart vorstellen wird. Dabei wird u.A. aufgezeigt, wie der Leitfaden „Kommunales Starkregen­risiko­management in Baden-Württemberg“ wirksam in die Praxis umgesetzt werden kann.

Zur Person:

Markus Moser ist Referatsleiter im Regierungspräsidium Stuttgart (53.2 Gewässer I. Ordnung, Hochwasserschutz und Gewässerökologie, Gebiet Nord).
In seinem Zuständigkeitsbereich liegen neben dem Hochwasserschutz und der Gewässerökologie an den Gewässern I. Ordnung auch die Themen Hochwasserrisikomanagement, Hochwassergefahrenkarten und Starkregenrisikomanagement. Er ist seit dem Jahr 1994 in verschiedenen Themen und Verwaltungen rund ums Hochwasser tätig.

Klimaanpassung in Seniorenheimen - Praxisbericht

Das Projekt „Klimaanpassungskonzept Haus am Park“ wurde im Rahmen der DAS (Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel) umgesetzt und vom BMU gefördert. Es galt dabei als Modellvorhaben für die Region. Ziel war es, Herausforderungen und Gefahrenpotentiale für Seniorenheime aufgrund der veränderten Wetterlage zu analysieren und Möglichkeiten zu ermitteln diesen angemessen zu begegnen. Gleichzeitig sollten Gefährdungen für Bewohner*innen und Personal weitestgehend minimiert werden. Der Vortrag berichtet von den Inhalten und Ergebnissen des Projektes und vermittelt einen kurzen Ausblick auf das gegenwärtige Bundes-Förderprogram AnpaSo.

Zur Person:

Frau Miriam Herschbach ist seit Dezember 2013 in der Beratungsbranche tätig. Im Frühjahr 2018 erfolgte ihr Einstieg bei DFIC – Dr. Fromme International Consulting. Zunehmend rückten Themen der Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und der Klimawandel in den Vordergrund. Heute setzen Frau Herschbach und DFIC einen wichtigen Fokus der Beratungsleistungen auf Klima-Anpassungsmöglichkeiten, Energieeinsparpotentiale und regenerative Quellen.

Die urbane Wärmeinsel Bayreuth

In Ihrem Vortrag stellt Frau Leyla Sungur experimentelle und simulierende Analysen des Lehrstuhls der Mikrometeorologie der Universität Bayreuth zur urbanen Wärmeinsel und Hitzeeffekten der Stadt Bayreuth vor. Dabei wird sowohl auf die grundsätzlichen modell-analytischen Ansätze, als auch auf die Modell-Simulierung hin zu möglicher Stadtplanungsvorhaben zur Reduktion der Wärme- und Gesundheitsbelastung eingegangen.

Zur Person:

Frau Leyla Sungur hat 2013 ihren B.Sc. in Geographie absolviert. Nach Auslandsaufenthalten für ihre persönliche und berufliche Ausbildung hat sie sich für den internationalen Masterstudiengang Global Change Ecology in Bayreuth entschieden, welchen sie im April 2021 mit ihrer Masterarbeit zu urbanen Hitzeeffekten am Beispiel von Bayreuth (MiSKOR) abgeschlossen hat. Seit November 2020 arbeitet sie als Doktorandin am Lehrstuhl für Mikrometeorologie und ist gleichzeitig Leiterin und Koordinatorin des GreenCampus Büros der Universität Bayreuth. Ihre aktuelle Forschung beruft sich auf die urbane Turbulenzmodellierung von gasförmigen Luftschadstoffen und deren aktiven Reduktionsmöglichkeiten.

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